Bereitschaftsnummer Firma Eurawasser: 0171 56 03 081
Fäkalienentsorgung – Fa. Bergzog Service-Nr.: 034324 220 88

Abwasserzweckverband "Obere Freiberger Mulde"

Der Abwasserzweckverband (AZV) „Obere Freiberger Mulde“ wurde am 30.01.1991 durch die damaligen Kommunen: Stadt Roßwein, Gemeinden Haßlau, Gleisberg, Marbach, Etzdorf, Böhrigen mit Dittersdorf, Naundorf, Niederstriegis, Littdorf, Moosheim und Greifendorf gegründet. Die Kommunen haben die Pflichtaufgabe zur kommunalen Abwasserentsorgung auf den AZV übertragen. Alle Entscheidungen des AZV werden durch seine Mitglieder und hier durch die gewählten Vertreter in der Verbandsversammlung getroffen. Aufgrund der vielfachen Eingemeindung in den letzten Jahren besteht der AZV aktuell noch aus 2 Mitgliedern : die Stadt Roßwein und die Gemeinde Striegistal.  Der AZV wird durch den Verbandsvorsitzenden oder seinen Stellvertreter vertreten. Die Verbandsversammlung tagt in der Regel mehrmals im Jahr, mindestens jedoch einmal und entscheidet in öffentlichen Sitzungen u.a. über den jährlichen Haushalt, über notwendige Investitionen und über Satzungen.

1994 wurde das Anlagevermögen und das operative Geschäft der Abwasserentsorgung durch den AZV auf die 100%-ige Tochtergesellschaft: OFM Abwasserentsorgung GmbH übertragen und somit von einer öffentlich-rechtlichen auf eine privatrechtliche Form. Die OFM Abwasserentsorgung GmbH plant und finanziert alle abwassertechnischen Anlagen, ist zuständig für die Abrechnung der durch den Aufsichtsrat festgelegten und durch die Rechtsaufsicht des Landratsamtes jeweils genehmigten Entgelte und ist zuständig für die Einhaltung aller gesetzlichen Anforderungen bei der Ableitung und Aufbereitung des Abwassers. 

Aktuell verfügt die OFM über 3 eigene Kläranlagen: Kläranlage Roßwein (15.000 EW) Kläranlage Böhrigen (2.750 EW) und Kläranlage Gersdorf 100 Einwohnerwerte (100 EW). Insgesamt sind im Entsorgungsgebiet rd. 120 km öffentliche Abwasserleitungen vorhanden, zudem 41 Gebietspumpwerke und rd. 2.400 Grundstücksanschlüsse (Stand Dez. 2016).

Bis Ende 2017 müssen im Verbandsgebiet alle Grundstücke über eine moderne Abwasserentsorgung verfügen. Der überwiegende Teil (88 % aller Grundstücke) wird dann an die zentrale Abwasserentsorgung der OFM angeschlossen sein. Zum Teil besteht aber für Grundstückseigentümer die Pflicht, eigene vollbiologische Kläranlagen auf Ihrem Grundstück zu errichten. Im Verbandsgebiet gibt es aktuell (Stand Mai 2017) 325 vollbiologische Kleinkläranlagen.